100% schaf


Das Knit Kit ist nun ganz Schaf.
Als Füllmaterial wird nun reine, schweizer Schafswolle geliefert!

Und das sind die Spender:

Sie spazieren den ganzen Tag auf Ihrer Weide in Nunwil/Baldegg umher und werden liebevoll von Christine Brönnimann gepflegt, sagen kurz hallo und knabbern weiter.

Die Idee bekam ich erst, als ich kürzlich mein Schaf Karlchen besuchte, der auch auf dieser Weide herumtollt. Christine und ich standen vor einem riesen Haufen frisch abgeschorener Wolle und rätselten, was damit zu machen sei. Es überraschte mich, wie schwer es ist, Abnehmer für dieses wunderbare Naturprodukt zu finden. Aber natürlich - Knit Kit - logisch. Das ich nicht schon vorher daran dachte!

Also brachten wir einen Abfallsack, gestopft mit der noch ungewaschenen Wolle ins Spycher Handwerk nach Schwarzenbach/Huttwil und liessen es Waschen (von Hand!) und Kardieren.
Nach ein paar Wochen wurden mir 6 kg wunderbarer, brauner Wolle geschickt.
Von all den Schafen, die ich persönlich kenne!
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grobmaschiger pouf


Das Vorbild! Gestrickt aus Neuseelandwolle mit speziell grossen Stricknadeln. Zu bestellen unter: theseflocks.com

Das Beispiel oben ist mit 4 -facher Wolle und 15ner Rundstricknadeln gestrickt. Insgesamt 20 Knäuel!  Gefüllt wurde das Kissen mit 2 grossen Daunenkissen. Eine Anleitung gibts bei "Pickles", eine Strickerin aus Norwegen.

Die Nachfrage nach solchen Sitzkissen ist riesig und man sieht sie nun überall. Auch schon fertig gestrickte Teile. Ich selber habe ebenfalls weitere Variationen gestrickt und neu entwickelt. Unteranderem für die Zeitschrift die "schweizer LandLiebe". Ich habe dabei verkürzte Reihen angewendet, so wird der Abschluss nicht zu dick und lässt sich flach zusammenziehen. Ich verwendete Baumwollgarn, die ich 5-fach verstrickt habe, bis ich eine Nadelstärke Nummer 15 verwenden konnte. Für diejenigen, die es selber machen wollen, die Anleitung kann man inzwischen auf meiner Webseite als PDF erwerben unter www.knit-kit.ch.

schwedens strickdesignerin sandra backlund


Einfach fantastisch! Eine grosse Inspiration!
Hier mehr zur Person von Sandra Backlund:

Sandra Backlund, entdeckte ihr Modetalent während ihrer Ausbildung an der Universität der schwedischen Stadt Umeå. Zuerst befasste sie sich mit der Kunstgeschichte und eher anderen theoretischen Fächern , bevor sie sich für ein Textilstudium entschied.


„Ich fand, was ich suchte“ „Ich glaube, meine Freude an der Mode resultiert aus meinem Interesse für die bildende Kunst. Ebenfalls, dass ich in einer kleinen Stadt in Nordschweden aufgewachsen bin und meine Kleider oft selber machen musste"


Backlund entwirft ihre Trikotagen während dem Stricken. „Ich arbeite gern prozesshaft. Man muss die Dinge nicht unbedingt vorher zergliedern. Es ist durchaus möglich zu improvisieren, ohne zu dekonstruieren“.

„Mir sind der handwerkliche Prozess und das Feeling des Handgemachten enorm wichtig. Ich experimentiere zwar viel mit Materialien und Techniken. Aber mir bietet die collagierende Strickerei mit schwerer Wolle ultimative Ausdrucksmöglichkeit.“

Es ist eine eine grosse Herausforderung, jährlich zwei Kollektionen mit mindestens zehn neuen Strickdesigns von Hand zu entwerfen. „Ich versuche, es möglichst ruhig anzugehen“.

Backlund betrachtet ihre Trikotagen wie Kunstwerke und nicht so sehr als Kleider. „Ich will keinen Schal machen, den man von der Stange kaufen kann und nur im vierfachen Preis für die Handarbeit unterscheidet“, sagt die Strickdesignerin.

Die Leitung ihres Unternehmens nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, welche ihr später bei ihrer kreativen und aufwendigen Entwurfszeit fehlt. „Neben dem eigentlichen Designprozess stehen viele weitere Dinge an. Es ist schwierig, die Balance zwischen dem Kreativen und dem Kommerziellen zu finden“.

Außerdem kämpft sie mit schnelllebigen Modegeschäft. „Man ist unter Druck, sich ständig erneuern zu müssen. Das ist für mich eigentlich nicht die ideale Ausdrucksform. Ich nehme gern alte Ideen wieder auf .“

Darum zieht sich oft mit ihren Stricknadeln ins Atelier zurück. Einsamkeit und die Leidenschaft für ihre Tätigkeit machen die Lebenseinstellung der Schwedin aus. Doch muss Backlund zugeben, dass sich beim tagelangen Stricken in ihrem Beruf allmählich auf Kosten ihres Privatlebens geht.

Deshalb versucht die Strickkünstlerin „abzuketteln“ und arbeitet nun mit einem italienischen Produzenten, mit dem sie alltäglichere und kommerziellere Kleidungsstücke produzieren möchte. Sie selber möchte sich zusätzlich auf Accessoires wie Taschen und Mützen konzentrieren können.

Alle Designs unter ihrer Webseite: www.sandrabacklund.com

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